Montag, 27. Mai 2013

I wish I could be a time-traveler!

Hey, ihr Lieben!
Heute habe ich einen ganz besonderen und ziemlich persönlichen Post für euch. Ein kleiner Einblick in mein Leben, vorallem in meine Vergangenheit. Eine kleine Zeitreise durch die letzten 6 Jahre meines Lebens, die Pubertät, in der sich selbstverständlich eine Menge verändert hat... (das hier könnte ein wirklich langer Post werden und ich freue mich über jeden, der bis zum Ende durchhält, haha :D)

Ich fange im Jahr 2007 an, weil ich von da an recht viele Bilder besitze, die auf meiner Festplatte liegen. Bei mir ist es ja so, dass ich jedes Jahr quasi ein Alter habe, weil ich ja zwei Wochen nach Jahreswechsel Geburstag habe - heißt: 2007 = 13! (ich hoffe einfach mal das klingt nicht zu schräg :D) :)

2007

Zuerst muss ich sagen, dass ich als Pubertierende wirklich extrem schlechte Haut hatte. Noch heute ist meine Haut nicht wirklich toll, aber zumindest ist die Schlimme Akne bereits seit drei Jahren verschwunden. Darunter hab ich wirklich gelitten. Genauso wie unter meiner Figur. Rückblickend war ich wirklich nicht sehr dick, habe mich aber immer als dick oder zumindest sehr mollig wahrgenommen - das hat sich im Gegensatz zur Akne bis heute gehalten...


2007 erlaubten mir meine Eltern bereits das zweite mal allein (bzw. mit Freunden natürlich) ein Konzert zu besuchen. Meine komplette Freizeit war nämlich seit August 2005 einer bestimmten Band gewidmet - ich bin mir sicher, ihr wisst von welcher ich spreche. Mir ist das auch nicht peinlich, denn ich hatte eine wirklich gute Zeit! Ihr hättet mein Zimmer mal sehen sollen - ich glaube, man sieht es auf dem nächsten Bild ein wenig :D. Damals kam es mir selbstverständlich vor, dass ich da hin durfte (beim ersten Konzert war ich ja sogar erst 12), aber im nachhinein gesehen war das schon ein riesiger Vertrauensbeweis meiner Eltern.
Wie auch immer, wie ihr in dem Bild sehen könnt, hatte ich nicht gerade die schönste Frisur zu der Zeit - deshalb beschloss ich 2007 dann auch, mir eine Pony-Frisur zuzuglegen...


Es ist unglaublich, aber es gibt echt keine Bilder aus der Zeit, auf denen ich freundlicher gucke. Ich glaube, es war damals einfach IN auf Bildern mürrisch zu gucken... Tja, neben Musik, Fan-Dasein und ersten Kämpfen mit dem Aussehen hatte ich wie jeder Teenager auch noch mit anderen Problemen zu kämpfen: Ist es normal, keinen Freund zu haben? Und so weiter. Auch das ist, im nachhinein betrachtet, wirklich lächerlich, denn mit 13 braucht man wirklich noch keinen Freund. Aber: 2007 hatte ich meinen ersten Crush. Aufregend und Frustrierend - aber eben total typisch ;)

2008

Ganz klar: Das Jahr der Frisur-Pannen. 


Anfang des Jahres bekam mein 14-jähriges Ich diese Nest-Frisur verpasst, die es aber gehasst hat. Der Friseur wurde verflucht, aber die Frisur blieb. Noch immer war meine Freizeit meiner damaligen Lieblingsband und den Stars aus der Bravo verschrieben (ich war 2008 sogar bei der Bravo-Supershow!) , außerdem wuchs mein Bedürfnis nach Mode stark an und ich entwickelte im Laufe des Sommers einen ersten "eigenen Stil". Was nicht heißt, dass er gut war, haha :D Eben der Mode von 2008 entsprechend. Meine Haare waren dann ein wenig vom Nest weggewachsen...


Im selben Jahr machte ich auch das erste Mal Erfahrung mit Mobbing. Nicht wirklich extrem, aber ein Junge aus meiner Klasse hatte es damals auf mich abgesehen und mich öfter beleidigt. Ich hatte allerdings immer schon ein dickes Fell und hab mir nicht viel drauß gemacht. Ich muss sagen, dass ich wirklich stark war, denn ich war damals immer so wie ich war und war da auch sehr stolz drauf. Ich wollte mich nie verbiegen lassen. Und das das solltet ihr auch alle tun: Lasst euch nicht verbiegen. Die Pubertät ist hart, Teenager können grausam sein, aber seit trotzdem so wie ihr eben seit und seit stolz darauf!


Gegen Ende des Jahres gab es dann bei mir die 2. Frisur-Panne. Ich hatte zwei-farbige Strähnchen + Naturhaarfarbe. Ich hatte also drei Farben in den Haaren, zwei davon echt extrem...


Dieses Bild hatte ich wirklich lange als Profilbild bei MySpace, SchülerVZ und Lokalisten. Ich hab es geliebt, genauso wie die Social-Networks, die heute wohl kaum noch jemand aufsucht. Ich schätze, diese Pose war damals recht beliebt - Winkel möglichst hoch und so. Naja :D
Wie ihr seht, habe ich mich aber zu 2007 in etwas mehr als einem Jahr wirklich stark verändert. Und das nicht nur äußerlich!

2009

Als Überbleibsel aus dem Vorgängerjahr blieben mir die wundervollen Strähnchen, die dann aber im Laufe des Jahren rauswuchsen. Zum Glück! Generell hatte ich 2009 wirklich viel zu kämpfen. Ich war so oft deprimiert, weil ich noch keinen Freund hatte und nach wie vor ungeküsst war. Ich dachte mir damals - hey, du bist 15 Jahre alt, bis du unnormal? Wohl nicht. Aber damals sah ich das etwas anders. 


Mit 15 entfernte ich mich dann auch langsam von Lieblingsbands und der Bravo und wurde ein wenig erwachsener. Ich freute mich eigentlich das ganze Jahr darauf, 16 zu werden und endlich Ausgehen und Bier kaufen zu dürfen. 


Es war ganz furchtbar für mich, dass viele meiner Freunde 16 wurden und dann auf Partys und in unsere Kleinstadt-Disco gegangen sind und ich alleine zuhause sitzen musste. Außerdem war ich ja nach wie vor ungeküsst. Ich hab mich dann wirklich oft selbst unglücklich gemacht mit meinen negativen Gedanken. Aber gut, das ist wohl ganz normal. Aber auch hier nochmal, meine Lieben: Lasst euch nicht unterkriegen, solche Phasen gehen vorbei. Die Dinge geschehen irgendwann einfach, wenn man gar nicht damit rechnet. So war es auch bei mir. Denn ganz am Ende des Jahres, im Dezember, erlebte ich dann absolut unerwartet meinen ersten Kuss...


... und so toll war es wirklich nicht. Ich hatte danach wirklich viel Stress und bin ziemlich verletzt worden - trotzdem war es okay so. Es war eine gute Erfahrung, auch wenn ich euch allen rate: Wenn ihr es noch nicht hinter euch habt, wartet lieber und küsst niemals euren besten Freund. Das wird nichts, wirklich nicht. 

2010

2010 ist ein Jahr, das ich wohl nicht so schnell vergessen werde. Wahrscheinlich niemals. Es war gleichzeitig das wundervollste und schrecklichste Jahr meines Lebens. Und das meine ich wirklich so. Ich habe so viel tolle Dinge erlebt, die dann alle von einer furchtbar dunklen Wolke überschattet wurden. 
Das Jahr fing eigentlich sehr gut an. Ich wurde 16 und durfte endlich am Wochenende feiern gehen. Und das tat ich auch. Ich war eigentlich jedes Wochenende bis 3 Uhr nachts unterwegs (Das war meine Sperrstunde - auch das im nachhinein extrem großzügig von meinen Eltern) und hab auch recht viel Alkohol getrunken. Aber: Ich war sehr verantwortungsbewusst, ich kannte meine Grenzen. Von Alkohol übergeben habe ich mich noch nie - bis heute nicht und ich glaube das wird auch so bleiben. 


Ich war die meiste Zeit wirklich gut drauf, glücklich, wenn man es so will. Ich hab viele Leute kennengelernt, hab viel erlebt und hatte wirklich Spaß.


Die dunkle Wolke kam dann im Sommer. Bei meiner Mom wurde erneut Krebs diagnostiziert. Es gab viele Operationen, Chemo, Bestrahlung... wir kannten das ja schon, denn sie hatte das schonmal überstanden. Diesmal schien es aber schlimmer... Zwei Tage bevor meine Mom an ihrer Krankheit starb, kam ich mit meinem Freund zusammen und das war wirklich ein Geschenk des Himmels. Ich hätte es nicht ohne ihn geschafft. Die Umstände waren ja wirklich... alles andere als einfach, aber er blieb. Er ist nicht weggelaufen, hat alle Ausbrüche geduldig ertragen. Und dafür werde ich ihm für immer dankbar sein. 


 

2011

2011 war kein so gutes Jahr für mich, aber da möchte ich nicht zu sehr ins Detail gehen. Im großen und ganzen war es wenig spektakulär - es fing gut an und endete weniger gut. Aber: Ich startete Ende des Jahres meinen Blog! :) Die schlechteste Entscheidung dieses Jahres war es, mir die Haare kürzer zu schneiden. Das habe ich auch auf der Stelle bereut.

 Vorher

 Nachher


2012 

Schulabschluss, Umzug, Neuanfang, Studienbeginn. Das war 2012. Ich wurde 18, das heißt, die Kindheit war vorbei, schluss mit lustig. ;) So viel will ich jetzt hier gar nicht schreiben, denn das meiste kann man auf dem Blog in verschiedenen Posts nachlesen :) Wenn ihr mich schon länger verfolgt wisst ihr ja Bescheid. Pünktlich zum Abi habe ich mir aber die Haare dunkel gefärbt, nachdem ich Jahrelang blond war...


2013

Tja, aktuell bin ich dabei wieder so schlank zu werden wie 2010 - da ich wirklich zugenommen habe. Ich denke aber, dass ich mich ziemlich verändert habe und das auch zum Positiven. Ich bin immer noch dabei eine Richtung zu finden und kämpfe nach wie vor mit mir selbst, aber ich denke, ich bin auf einem guten Weg. Ich hoffe ich konnte euch einen kleinen Einblick geben und ihr fandet es nicht zu langweilig. Die Pubertät ist für niemanden ganz einfach und sie verändert stark, so eben auch bei mir. :) Falls ihr Fragen habt könnt ihr sie jederzeit bei ask.fm oder Tumblr stellen! Ich antworte gerne und ich helfe auch gerne - egal um welches Problem es sich handeln mag. 



Das sind die aktuellsten Bilder die ich habe, sie stammen vom Freitag ;)
Ich fühle mich jetzt richtig nostalgisch, haha :D Ihr kennt das sicher, dieses Gefühl, wenn man alte Bilder durchgeht...
Sagt mir doch, wie ihr solche Posts findet - ich freu mich über alle netten Kommentare!

Love,


Kommentare:

  1. Ein toller Post :) Kein bisschen langweilig! Ich finde es irgendwie auch sehr mutig wie offen und ehrlich du drüber schreibst. Besonders das mit deiner Mutter hat mich sehr berührt! Liebe Grüße :)

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  2. Richtig schöner Post! Hat mich sehr fasziniert :) Die BIlder sind toll und ich finde dich wirklich sehr mutig und stark!
    Liebste Grüße,
    Grace <3

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  3. Wunderbarer Post, konnte ihn ohne Probleme bis zum Ende lesen :) <3 finde es toll.
    Weiß dennoch nicht, wer die Lieblingsband war haha xDD

    Das mit der Mutter verlieren kenne ich aber auch zu gut.. gut, dass du da deinen Freund hattest.

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  4. Ein schöner interessanter Beitrag! Ich glaube als Jugendlicher hatten wir alle so ziemlich die gleichen Gedanken, mir kommt es jedenfalls bekannt vor ;) Du hast dich ganz schön verändert mit den Jahren finde ich! Wenn ich mir ein Foto anschaue wie ich vor 6 Jahren aussah, dann hat sich irgendwie recht wenig geändert :D

    Liebe Grüße,
    Eleonora

    ♥ Mein Blog ♥

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  5. Wirklich berührend und wundervoll ehrlich!
    Dazu eine tolle Entwicklung :)

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